Mittwoch, 2. September 2009

Odyssee zwischen Stühlen, Pfosten, Brücken und grünen Haaren...

Ich hatte michheute vormittag noch gefreut, jetzt bin ich nur noch froh, es überlebt zu haben und weder Wildschweine getroffen, noch im Wald übernachten gemusst zu haben... aber von vorn.

Jessi traf mich in Höver am Kanal, wir planten kurz die Runde der heutigen Schatzsuche und befanden Kolshorn als ersten Punkt. Losgefahren, Weg gefunden, erfolgreich gewesen und uns gefreut.

Hey, da hinten am Wald gehts weiter!! Wir sind fröhlich über einen Acker geschlendert und haben den für mich bislang größten Schatz gefunden, eine Munitionskiste voll lustigem Blödsinn. Das hat irre motiviert, *wusch* gings weiter in den nächsten Ort. Da fanden wir ein WOW!! Kiste monströs, Unmengen cooles Krams drin und ein fetter Ordner, wo wir uns *salutier* brav gemäß den dort herrschenden Vorschriften eintrugen und uns selbst abhefteten. Schwer beeindruckt gings weiter. Nina, Kalli und Norb waren inzwischen völlig verwirrt durch's ständige rein und raus aus'm Auto. Die also wieder hinein und zum nächsten Ziel auf der Karte.

Dort schlichen wir mehrmals um ein Bushäuschen, parkten mit zwei Autos den Weg zu, kassierten grimmige Blicke von einer Frau, die wohl in ihrem Auto wohnt und wirkten auf die Anwohner sicher mehr als verdächtig. Ich glaub ja, die haben sich alle unsere Kennzeichen notiert... falls morgen bemerkt wird, dass ein Pflänzchen geknickt ist oder die tote Maus nicht mehr an Ort und Stelle liegt, dann haben sie zumindest potenzielle Täter und'nen Anhaltspunkt!!
Wir schlugen uns zum nächsten Wald durch, benutzten Wege und freuten uns über unser unglaubliches Talent.
Dieses Talent fing leicht an zu bröckeln, als wir an einem Strommasten in einem Meer von Unkraut (ich habe Brennnessel!! Überall!) und Gestrüpp landeten und bekam leichte Risse, als es keinen Weg mehr gab. Es wurde auch gaaaanz langsam ein bisschen dämmerig - also nicht, dass uns das irgendworan hindern könnte:

Gemäß dem Motto, nur die Hachten komm' in' Gachten, stampften wir trotzdem durch Blaubeeren und Moos, waren erfolgreich, fanden einen Weg und kitteten unser Talent wieder zusammen... irgendwo mussten wir aber unaufmerksam gewesen sein es endgültig verloren haben.
Das zeigte sich darin, dass der Weg endgültig zu Ende war und sich Heidekraut und Blaubeeren vor uns erstreckten. Nina fand, das geht trotzdem und latschte vorraus. Ging auch, aber nicht lange und schon gar nicht für menschliches... wir stapfen einen Wall hoch, weit und breit kein Weg in Sicht. Der Farn wurde höher, das Gestrüpp dichter, aber wir mussten da nunmal lang... ganz normal kann das nicht ausgesehen haben, zwei Weiber, 3 Köter drumherum, einer auf der Schulter und einer maßlos überfordert und unglücklich.

Ein Strommasten kam in Sicht, unsere Rettung, da ist doch der Weg hinter!!! - Nein, falscher Masten. Lieber noch bisschen durch den Urwald krauchen *wargh*
Der nächste Masten, gefühlte 10 km dichter deutscher Wald später war dann der richtige, da gabs einen Weg, den wir schonmal gingen. Ein riesen Seufzer ging durch die erleichterte Menge und chillig wanderten wir in Richtung Autos...

Notiz für das nächste Mal:
  • Klappspaten einpacken
  • Machete einpacken
  • Benzintrimmer einpacken
  • Kniestrümpfe anziehen
  • Survivalhut tragen
  • Schußwaffe gegen evtl. Wildschweine, Bären oder schlechte Fabelwesen
  • Lederhundeleinen verwenden
  • Mehr Essen einpacken
Aber wir waren schon sehr großartig und habens gemeistert *zufriedenbin*

Nebenbei erwähnt, ich hab'ne Mail von UPS, morgen sollte mein Gerätchen kommen!! *hüpfspringhibbel*

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